So klingt Prognos!
Was uns leitet – musikalisch gedacht

Unabhängigkeit, Zukunftsorientierung, Nachhaltigkeit, Wertschätzung, Qualität – das sind einige der Werte, die unsere Arbeit bei Prognos prägen. So haben wir Kolleginnen und Kollegen es im Jahr 2020 in einem Leitbild gemeinsam formuliert. 

Im Anschluss entstand mithilfe aller ein Soundtrack, der die Leitsätze musikalisch erfahrbar macht. Eine kleine Auswahl der Stücke möchten wir zum Jahresende mit Ihnen teilen.

Seit über 60 Jahren forschen Prognos-Teams zu den langfristigen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – so zum Beispiel zu Demografie, Digitalisierung, Globalisierung oder zur Zukunft unserer Infrastruktur. Dabei ist uns Nachhaltigkeit ein besonderes Anliegen – nicht nur ökologisch, sondern ebenso ökonomisch und sozial gedacht. Auch nach innen arbeiten wir standortübergreifend daran.

Zum Leitbildsatz „Wir packen Zukunftsthemen an“ kam gleich zwei Kollegen Richard Strauss‘ „Also sprach Zarathustra“ in den Sinn: Dr. David Juncke (Düsseldorf, Familienpolitik) und Bernhard Wankmüller (Berlin, Regionalökonomie). Beide erkennen darin eine große Aufbruchsstimmung. Unsere Kollegin Dina Tschumi (Basel, Energieberaterin) fühlte sich beim Thema Nachhaltiges Handeln an ein schweizerisches Lied aus Kindertagen erinnert, während ihr Teamkollege Dr. Thorsten Spillmann (ebenfalls Basel) mit Joni Mitchells „Big yellow taxi“ darauf hinweist, dass wir Menschen Dinge oft erst vermissen, wenn sie weg sind.

Zahlen und Fakten in neue Zusammenhänge stellen, Bewährtes mit innovativen Ideen und Entwicklungen kombinieren – und auch mal neue Wege gehen, um ans Ziel zu kommen. Das macht Prognos seit der Gründung an der Universität Basel aus. Wer hätte damals gedacht, dass unser Deutschland Report – erstmals erschienen 1964 als mehrere hundert Seiten dickes Buch – bis heute Daten und Orientierung liefert? Stets setzen die Autorenteams dabei auf bewährte Qualität und jahrzehntelang weitergedachte Methoden – und lassen zugleich Freiraum für die Ideen und Arbeitsweise exzellent ausgebildeter junger Mitautorinnen und -autoren. Eine Mischung, die sich bewährt hat – nicht nur im Deutschland Report und nicht nur in den volkwirtschaftlichen Themen der Prognos.

Durch Smetanas Moldau fühlt sich Kollege Hanno Falkenberg (Brüssel, Energieindustrie) inspiriert: „Alles fließt“! Freiräume für selbstbestimmtes Arbeiten und neue Ideen fühlt Antonia Wentrot (München, Kommunikation), wenn sie den Titel „Everything“ von City of the Sun hört. Lukas Haberland (Düsseldorf, Politikwissenschaftler) erinnert mit dem Song „Alles verändert sich“ von Ton Steine Scherben daran, dass man sich selbst und die äußeren Umstände nur gemeinsam verändern und weiterentwickeln kann.

Unabhängig und keiner politischen Richtung oder Denkschule verpflichtet, liefert Prognos Fakten für Entscheidungen, die die Zukunft prägen. Wir erhalten weder Grundfinanzierung noch Fördermittel. Hinter uns steht keine Partei, kein Geldgeber und keine politische Interessensvertretung. Daher sind wir nur den hohen Ansprüchen an die Qualität unserer Arbeit verpflichtet. Die Ergebnisse einer methodisch sauberen, unabhängigen Arbeit werden über weltanschauliche Grenzen hinweg akzeptiert. Ein Erfolgsrezept seit 1959.

Kein Song bringt Unabhängigkeit besser zum Ausdruck als „I will survive“ von Gloria Gaynor, meinten gleich mehrere KollegInnen, darunter Karsten Weinert (Berlin, Mathematiker im Energiebereich). Prognos-Chef Christian Böllhoff (Basel/Berlin, Zukunftsmacher) hat beim Thema Unabhängigkeit Frank Sinatra im Ohr und schreibt in Anlehnung an dessen Klassiker „We do it our way!“. Ähnlich entschieden klingt die Textzeile „That’s the way, that’s the way“ in Paul Kalkbrenners „Sky & Sand“, vorgeschlagen von Kristina Stegner (Berlin, Arbeitsmarkt & Bildung).

„Wir leisten Wertarbeit“. Ein Leitsatz, der Prognos von Beginn an ausmacht. Schon den sieben Professoren, die Prognos 1959 gründeten, waren Substanz und Qualität besonders wichtig. Auch die heutigen Kolleginnen und Kollegen empfinden den Leitsatz als prägend und handlungsleitend für ihre Arbeit. In unseren Projekten bedeutet das: Wir analysieren sorgfältig, erarbeiten belastbare, verlässliche Ergebnisse und kommunizieren diese klar und verständlich. Zu einer glaubwürdigen, seriösen Arbeitsweise gehört für uns auch Transparenz: Bei jeder Analyse ist klar erkennbar, in wessen Auftrag sie erstellt wurde, welche Annahmen zugrunde gelegt wurden und welche Methoden angewandt wurden.

Die Qualität eines Werkes zeigt sich im harmonischen Zusammenspiel aller Beteiligten, meint unserer Kollege Taoufik Touhtouh (Basel, Ökonom) und erinnert an Liszts „La Campanella“, virtuos performt durch den vom Publikum umjubelten Jewgeni Igorewitsch Kissin. Johanna Thierstein (Berlin, Digital Development) findet, mit den Fantastischen Vier, dass man nur „Zusammen“ Mehrwert schaffen kann. Volontär Johannes Löhr (Berlin, Kommunikation) findet den Leitsatz in einem Stück der Hamburger „Techno-Marching-Band“ Meute verkörpert, die die Instrumente einer Marschkapelle mit elektronischen Beats verbindet.

Prognos arbeitet konsequent interdisziplinär. Wir lernen voneinander, bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen, hören einander zu, sind offen für verschiedene Ansätze und die Wege und Einschätzungen anderer. Dass wir einander als Menschen respektieren und wertschätzen ist gelebte Selbstverständlichkeit – und war von Beginn an im Gencode der Prognos AG angelegt: Seit jeher kommen in unseren Projektteams Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen und Altersklassen zusammen. Heute sind unsere Teams – verortet an neun Standorten in drei Ländern – auch von den verschiedenen Herkünften und Lebensentwürfen der Teammitglieder geprägt. Auch deshalb achten wir ganz besonders darauf, dass die beruflichen Anforderungen mit den privaten Bedürfnissen der Mitarbeitenden vereinbar sind. Doch ein Leitbild ist immer auch ein Auftrag: Beim Thema Diversität möchten wir in Zukunft noch besser werden.

„In Vielfalt geeint“ sieht Janosch Nellen (Brüssel, Forschung und Innovationspolitik) nicht nur die EU, sondern auch Prognos und stellt Piere Rapsats Song „Ensemble“ vor. Beim Song „United Forces“, vorgeschlagen von Verkehrsexperte Sven Altenburg aus Hamburg, müssen Pop- und Klassik-Fans ganz stark sein: Mit dem Stück erinnert er an einen alten Kampf zwischen Punk und Metal – zwei Szenen, die ihre Unterschiedlichkeit inzwischen längst als Stärke verstehen. Musikalische Gegensätze machen auch Monteverdis „Ohimè, ch’io cado” in einer Fun-Version mit dem Alte-Musik-Ensemble l’Arpeggiata zu einem Erlebnis, weiß Physikerin Dr. Almut Kirchner (Energiesysteme & Modelle) aus Basel.